Herzlich Willkommen auf dem Pfad der Menschenrechte in Darmstadt
Menschen und ihre Schicksale – und eine Gemeinsamkeit: die universell gültigen Menschenrechte
Am 10. Dezember 2023 jährte sich die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen zum 75. Mal.
Dies nehmen wir zum Anlass, mit einem „Pfad der Menschenrechte“ an verschiedenen Orten in Darmstadt auf diese Rechte aufmerksam zu machen. In loser Folge führen wir Aktionen durch, die wir jeweils einem spezifischen Menschenrecht widmen. Um den Menschenrechten ein Gesicht zu geben, stellen wir bei jeder Aktion auch persönliche Schicksale vor.
Es besteht jederzeit die Möglichkeit, sich für Menschenrechte einzusetzen, unter folgendem Link: https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-actions.
Mit kurzen Videos stellen wir unsere Aktionen auf dieser Website vor. Somit entsteht auch ein digitaler Pfad der Menschenrechte.
Stationen in der Stadtmitte
Station in Kranichstein
Station 12 beim Paritätischen Wohlfahrtsverband am Hauptbahnhof
Artikel 22: Recht auf soziale Sicherheit
Jeder Mensch hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuss der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für die eigene Würde und die freie Entwicklung der eigenen Persönlichkeit unentbehrlich sind.
Termin
2. Dezember 2026 um 17 Uhr, Luisenplatz, Darmstadt
Station 11 am Neuen Rathaus
Artikel 21: Freie Wahlen
1. Jeder Mensch hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten des eigenen Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.
2. Jeder Mensch hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern im eigenen Lande.
3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muss durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder in einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.
Unsere Forderungen
- Die barrierearme Umsetzung des Wahlrechts auch für Wohnungslose und Obdachlose bei Kommunalwahlen im gesamten Bundesgebiet.
- Ebenso das Wahlrecht bei Kommunalwahlen für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die sich seit fünf Jahren oder länger in Deutschland aufhalten.
- Die Einhaltung des Rechts auf allgemeine und gleiche Wahlen weltweit und appellieren an die Bundesregierung, im Rahmen der Vereinten Nationen Brüche dieses Rechts zu benennen.
- Letztendlich fordern wir, dass Menschen weltweit ihre politische Meinung frei äußern können, dass Journalist*innen und Medien frei über Wahlen berichten können und dass Kritik an der Regierung nicht unterdrückt wird.
Video zur Aktion
Termin
26. August 2026 um 17:30 Uhr, Luisenplatz, Darmstadt
Station 10 am Luisenplatz
Artikel 2: Verbot der Diskriminierung
1. Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
2. Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.
Unsere Forderungen
- Wir fordern Regierungen auf, für die Gleichbehandlung aller Menschen zu sorgen
- Wir fordern Regierungen auf, Diskriminierung zu verfolgen und rechtliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismen zu ergreifen
- Wir fordern Regierungen auf, Schutzmaßnahmen für von Rassismus betroffene Menschen auszuweiten
- Wir fordern unsere Regierung in Deutschland auf, einen neuen nationalen Aktionsplan gegen Rassismus zu beschließen, der auch strukturellen Rassismus einbezieht
Video zur Aktion
Termin
26. März 2026 um 18 Uhr, Luisenplatz, Darmstadt
Station 9 am Klinikum Darmstadt
Artikel 25: Recht auf Wohlfahrt
1. Jeder Mensch hat das Recht auf einen Lebensstandard, der Gesundheit und Wohl für sich selbst und die eigene Familie gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen gewährleistet sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.
2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.
Unsere Forderungen
- Zugang zu medizinischer Versorgung für alle – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Aufenthaltsstatus.
- Menschen in Konfliktgebieten müssen Zugang zu lebensrettender medizinischer Versorgung erhalten, auch wenn dies durch Krieg oft erschwert wird.
- Uneingeschränkter Schutz für Zivilisten, medizinische Einrichtungen und Gesundheitspersonal.
- Menschlichkeit darf in Krankenhäusern niemals der Profitabilität weichen. Entscheidungen über Versorgung und Pflege müssen den Menschen dienen, nicht der Bilanz.
Video zur Aktion
Termin
27. November 2025 um 17 Uhr, Klinikum Darmstadt in der Grafenstraße 9, Darmstadt
Station 8 an der Erich Kästner-Schule
Artikel 26: Recht auf Bildung
Station 7 am Stadthaus in der Frankfurter Straße
Artikel 14: Asylrecht
1. Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.
2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.
Unsere Forderungen
- Wir fordern die Einhaltung des Asylrechts als verbindliches Menschenrecht ohne Wenn und Aber.
- Wir fordern das Ende der gewaltsamen Zurückweisungen an den EU-Außengrenzen.
- Wir fordern faire, transparente Asylverfahren für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion.
- Wir fordern die Schaffung legaler und sicherer Fluchtwege, damit Menschen nicht ihr Leben riskieren müssen, um Schutz zu finden.
- Wir fordern eine Europäische Flüchtlingspolitik, die auf Solidarität statt auf Abschottung setzt.
Video zur Aktion
Termin
27. Mai 2025, Stadthaus in der Frankfurter Straße 71, Darmstadt
Station 6 an der Alten Gefängnismauer
Artikel 5: Verbot der Folter
Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.
Unsere Forderungen
- Effektive Schutzmaßnahmen gegen Folter einführen und umsetzen
- Anwälte bei Verhören und unabhängige Ärzte für Inhaftierte
- Strafverfolgung von Folterern – keine Straffreiheit
- Unabhängige, unparteiische Ermittlungen
Video zur Aktion
Termin
29. Oktober 2024, Alte Gefängnismauer, Darmstadt
Station 5 am Georg-Büchner-Patz vor dem Staatstheater
Artikel 27: Freiheit des Kulturlebens
1. Jeder Mensch hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.
2. Alle Menschen haben das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihnen als Urheber:innen von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.
Unsere Forderungen
- Wir fordern Regierungen auf, das Recht am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, zu garantieren und zu fördern.
- Wir fordern, dass Menschen, die an diesem kulturellen Leben teilnehmen, geschützt und nicht kriminalisiert werden.
- Wir fordern das Ende von Repressionen, willkürlichen Festnahmen und Einschüchterung von Kunstschaffenden/Künstler:innen und Menschen, die am kulturellen Leben teilnehmen.
- Wir fordern Regierungen auf, alle, die von diesem Menschenrecht Gebrauch machen, nicht zu diskriminieren, zu verfolgen, zu vertreiben, zu foltern oder zu töten.
Video zur Aktion
Termin
16. August 2024, Staatstheater, Georg-Büchner-Platz, Darmstadt
Station 4 am Alten Friedhof
Artikel 3: Recht auf Leben und Freiheit
Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.
Unsere Forderungen
- Wir fordern Regierungen auf, dafür zu sorgen, dass keine Todesurteile mehr verhängt und bestehende Todesurteile nicht vollstreckt werden.
- Wir fordern Regierungen auf, die Todesstrafe in ihren Ländern abzuschaffen.
- Wir fordern Regierungen auf, internationale Verträge und Protokolle zu ratifizieren, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen.
- Wir fordern Regierungen auf, über die Hintergründe und Notwendigkeit der Abschaffung der Todesstrafe aufzuklären und über ihre Unwirksamkeit zu informieren.
Video zur Aktion
Termin
30. April 2024, Alter Friedhof, Herdweg 105, Darmstadt
Station 3 am Friedensplatz
Artikel 20: Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit
1. Jeder Mensch hat das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit zu friedlichen Zwecken.
2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.
Unsere Forderungen
- Wir fordern Regierungen auf, das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit in ihrem Land zu garantieren und zu fördern
- Wir fordern, dass Menschen, die sich friedlich zu Vereinigungen zusammenschließen und von ihrem Recht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch machen, nicht kriminalisiert werden
- Wir fordern das Ende von Repressionen, willkürlichen Festnahmen und der Einschüchterung von Protestierenden, die sich friedlich versammeln
- Wir fordern Regierungen auf, alle, die von diesem Menschenrecht Gebrauch machen, nicht zu diskriminieren, zu verfolgen, zu vertreiben, zu foltern oder zu töten
Video zur Aktion
Termin
4. Oktober 2023, Friedensplatz, Darmstadt
Station 2 am Jugendstilbad
Artikel 19: Meinungs- und Informationsfreiheit
Jeder Mensch hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
Unsere Forderungen
- Wir fordern Regierungen auf, Meinungs- und Informationsfreiheit in ihrem Land zu zu garantieren und zu fördern.
- Wir fordern, dass Menschen, die friedlich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ausüben, nicht kriminalisiert werden
- Wir fordern das Ende von Repressionen, willkürlichen Festnahmen und Einschüchterung von Protestierenden, die friedlich ihre Meinung äußern.
- Wir fordern Regierungen auf, alle, die von diesem Menschenrecht Gebrauch machen,
- nicht zu diskriminieren, zu verfolgen, zu vertreiben, zu foltern oder zu töten
Video zur Aktion
Termin
21. Juni 2023, vor dem Jugendstilbad, Mercksplatz 1, Darmstadt
Station 1 an der Martinskirche
Artikel 18: Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit
Jeder Mensch hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, die Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, die eigene Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.
Unsere Forderungen
- Wir fordern Regierungen auf, Religionsfreiheit in ihrem Land zu garantieren.
- Wir fordern Regierungen auf, alle, die von diesem Menschenrecht Gebrauch machen, nicht zu diskriminieren, zu verfolgen, zu vertreiben, zu foltern oder zu töten.
- Wir fordern Regierungen auf, den Raum dafür zu schaffen, dass Menschen ihren Glauben allein oder in Gemeinschaft öffentlich ausüben können.
Video zur Aktion
Termin
22. März 2023, 20 Uhr, Martinskirche, Heinheimer Straße 41, Darmstadt
Wir freuen uns über Ihr Feedback zum Pfad der Menschenrechte unter: kontakt@amnesty-darmstadt.de

